Toskanische Sonne 

Die Landschaft – inspiriert von der Weite der Toskana – ist nicht naturalistisch wiedergegeben, sondern mosaikartig in eine klare geometrische Ordnung überführt. Häuser im Vordergrund erscheinen als farbige Rechtecke, stabil und rhythmisch gesetzt. Dahinter steigen Bäume als Kreise und vertikale Formen auf, abstrahiert zu reinen Farbflächen. Eine freie Zone öffnet den Blick und schafft Raum zum Atmen, bevor der Blick in den oberen Bildteil geführt wird.
Dort spannt sich ein stilisierter Himmel, reduziert auf leuchtende Farbfelder. Die Sonne – ein strahlendes Weiß – steht im Goldenen Schnitt und bildet das ruhende Zentrum der Komposition. Von ihr aus fließen Gelb- und Ockertöne in warme Braunnuancen über.
Die Landschaft ist weniger ein konkreter Ort als ein Zustand: das Innehalten eines Tages, übersetzt in geometrische Klarheit. Die Ordnung der Formen spiegelt die Ordnung des Augenblicks – alles scheint im richtigen Verhältnis zu stehen, getragen vom warmen Licht des sinkenden Tages.

Acryl auf Leinwand, 50×70 cm