In der Provence

Das Gemälde verdichtet die charakteristische Landschaft des südfranzösischen Raums zu einer fein ausbalancierten, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillierenden Bildstruktur. Ein ruhiger Fluss durchzieht das Bild. Am nahen Ufer erheben sich schlanke, hochgewachsene Zypressen, deren vertikale Präsenz einen stillen Kontrapunkt zur fließenden Horizontalität des Wassers setzt.
Am gegenüberliegenden Ufer verdichtet sich die Vegetation zu einer Zone warmer, rötlicher Töne, die in subtiler Spannung zu den kühleren Grünnuancen des dahinter ansteigenden Hügels stehen.
Die punktuelle Struktur hebt die materielle Geste des Malens zugunsten einer optischen Verdichtung auf und lässt die Form aus dem Zusammenspiel kleinster Farbeinheiten entstehen.
Die vertikal gesetzten weißen Farbspritzer entlang der Baumformen wirken wie Lichtspuren und verstärken die aufstrebende Bewegung der Stämme. Das Bild strahlt Ruhe aus – und doch möchte man gern um die Ecke der Flussbiegung schauen.

Acryl und Spachtelmasse auf Leinwand, 60×60 cm