Fenster

Im Zentrum des Bildes öffnet sich eine weiße Fläche, eingefasst von einem blauen Rahmen. Dieser Rahmen wirkt verschoben und verzerrt – als würde die Perspektive kippen oder sich im Moment des Betrachtens verändern. Das Blau verdichtet sich nach oben hin zu dunklem Türkis, während die Linienführung bewusst von strenger Symmetrie abweicht.
Ein breiter grauer Streifen tritt von rechts ins Bild. Darunter öffnet sich ein Dreieck, dessen tiefdunkelblaue Ränder eine hellblaue Mitte umschließen. Diese helle Fläche erinnert an einen Blick in den Himmel – fragmentarisch, gerahmt, beinahe entrückt.
„Fenster“ spielt mit Wahrnehmung und Raum. Es zeigt kein reales Fenster, sondern die Idee einer Öffnung: einen Durchblick, der zugleich begrenzt und verschoben ist. Perspektive, Rahmen und Fläche stehen in Spannung zueinander – zwischen Innen und Außen, Begrenzung und Weite.

Acryl auf Leinwand, 50×70 cm