Mit diesem Bild wollte Ingrid die stille Weite und zugleich die verborgene Spannung einer gefrorenen Welt einfangen. Die Eisberge dominieren, zwischen ihnen treiben Eisschollen. Der Himmel darüber ist in dunklem Blau gehalten. Er steht für Tiefe und Unendlichkeit, aber auch für Kälte und Stille.
Mitten in dieser scheinbar übermächtigen Landschaft fährt ein kleiner Kutter. Er ist bewusst zart und beinahe verloren zwischen den Eisbergen, und doch strahlt er Entschlossenheit aus. Er bahnt sich seinen Weg durch das Eis, vorsichtig, aber unbeirrbar.
Das Licht der tiefstehenden Sonne taucht die Eisberge und den Kutter in warme, freundliche Töne – in Gold, Apricot und warmes Beige. Diese Wärme steht im Kontrast zur eisigen Umgebung. Sie symbolisiert Hoffnung, Menschlichkeit und das Durchhalten selbst in rauer Umgebung.
„Eismeer“ ist daher nicht nur eine Landschaft, sondern ein Bild über Gegensätze: Kälte und Wärme, Größe und Zerbrechlichkeit, Stillstand und Bewegung.
Acryl auf Leinwand, 70×50 cm
