Wer oder was ist hier durcheinander? Sind es die Objekte auf der Leinwand oder waren es die Gefühle der Künstlerin?
Ein Rahmen hält das Bild – und zerfällt zugleich. Rot leuchtet er in zwei Ecken, entschlossen und abgeschlossen,
während andere Stücke unfertig bleiben, als hätte der Gedanke aufgehört, bevor die Linie ihr Ziel fand.
Zwei weiße, raue Diagonalen versuchen, Struktur zu stiften. Doch auch sie zögern: eine erreicht nur die Mitte,
die andere beginnt und endet frei im Raum.
Dazwischen breitet sich ein Feld aus Farben und Formen aus. Sie stoßen aufeinander, überlagern sich, widersprechen sich.
Und gerade darin entsteht eine eigene Ordnung: das Gleichgewicht des Durcheinanders.
Acryl, Spachtelmasse und Rauputz auf Leinwand, 60×60 cm
