Auf Reede

Zwei sanft geschwungene Buchten in einer weiten Küstenlandschaft öffnen sich zum Meer hin und führen den Blick tief in die Ferne. In der hinteren Bucht liegt ein einzelnes Schiff ruhig vor Anker – klein in der Weite der Landschaft, fast verloren zwischen Wasser und Himmel.
Die Szenerie erinnert an die raue Küste Schottlands, vielleicht an die Einfahrt nach Glasgow, wo sich Meeresarme zwischen Hügelketten schieben und Nebel die Konturen der Landschaft mildert.
Das Meer zeigt sich in einem feinen Übergang von hellem Blau zu kühlem Grau. Seine Oberfläche wirkt glatt und schwerelos, als hielte sie den Atem an. Die Hügel im Vordergrund sind in warmen Braun- und Erdtönen gehalten. Hinter der zweiten Bucht verlieren sich die Höhenzüge beinahe im Dunst.
Der Himmel selbst erzählt von einem Wandel: Im Vordergrund lasten dunklere Wolken über der Landschaft und verleihen ihr Tiefe und Spannung. Doch je weiter der Blick nach hinten wandert, desto heller wird das Firmament. Das Licht gewinnt an Kraft, bricht durch die Wolkendecke und taucht Ferne und Wasser in eine zarte Helligkeit.
Die pastellartige Farbgebung verleiht dem gesamten Werk eine gedämpfte, träumerische Qualität. Nichts ist grell oder scharf umrissen; alles erscheint weich, atmosphärisch und von einer stillen, fast zeitlosen Ruhe getragen.
es? Wie fällt das Licht? Es ist ein Spannungsfeld zwischen objektiver Darstellung und subjektiver Stimmung.

Acryl auf Leinwand, 70×50 cm